Nadjas Welt

Hallo da draußen. Ich bin die Nadja und dies ist meine kleine Kolumne querbeet durch alle Themen. Was mich im täglichen Leben erheitert, zum Nachdenken bringt oder aufregt, schreibe ich nieder, in der Hoffnung jemanden damit zu amüsieren oder ebenfalls zum Nachdenken anzuregen. Viel Spaß beim Lesen, Eure Nadja

Einkaufen während
der Corona-Krise

Neulich ist mir aufgefallen, was ich für ein wahnsinniges Glück habe! Da geht gerade dieses Schreckgespenst in Gestalt dieses SARS-CoV-2- Virus aus der Familie der Coronaviren um. Man kann es nicht sehen, nicht riechen, nicht anfassen aber auf der ganzen Welt infizieren sich jeden Tag Menschen mit diesem Virus und erkranken mal mehr mal weniger schwer an „COVOID-19“ und einige sterben sogar daran. Überall melden sich Fachleute zu Wort und versuchen aufzuklären, was das eigentlich für eine Krankheit ist, ...

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Mein Mann und der
Computerexperte

Vor einigen Jahren haben mein Mann und ich uns entschieden, für unsere Computerarbeit mal die Marke mit dem angeknabberten Fallobst auszuprobieren. Für ordentlich viereckig Geld haben wir uns die neueste, schnellste und größte Festplatte, Arbeitsbausteine und Grafikkarten zusammengestellt. Alles hübsch verpackt im wohlbekannten, schicken, copyright-geschützten weiß-silber-schwarzen Design. Das gute Stück hat jahrelang treue Dienste geleistet und auch diverse Umzüge schadlos überstanden. ...

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Mein Mann und die
Drahtbürste

Neulich im Dorfbaumarkt: Mein Mann und ich wollten nur schnell mal rein huschen, um eine Drahtbürste zu kaufen. Der Laden ist auf drei Etagen verteilt und führt so ziemlich alles was man für, im und rund ums Haus so gebrauchen kann. Trotz intensiver Suche konnten wir keine Drahtbürste finden und so stellten wir uns notgedrungen an den Tresen und warteten artig, bis der Mitarbeiter dem Kunden vor uns 90 Cent für eine Schlauchschelle abgerechnet hatte. ...

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Der
Heuschreck

Neulich hatte ich das zweifelhafte Vergnügen einer Horde Jungs zwischen grob geschätzten acht bis zwölf Jahren beim Spielen und Toben zuzusehen … und gezwungener Maßen auch zuzuhören! Die machten vielleicht einen Lärm! Kaum einer war in der Lage, sein Anliegen gesittet den Mitstreitern vorzutragen. Es wurde nur gebrüllt und geflucht. Sie jagten abwechselnd sich gegenseitig und bolzten zwischendurch einen schon ziemlich malträtierten, grünen Fußball über den Spielplatz. ...

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Der
Knastköter

Ich kann nicht einmal ansatzweise das Gefühl beschreiben, das einen überfällt, wenn man ahnungslos nach einem langen Gewaltmarsch mit dem eigenen Jagdhund nach Hause kommt und dann feststellt, daß der alte Pflegehund, um den man sich seit Monaten kümmert, spurlos verschwunden ist! Zuerst glaub man es nicht und schaut in jeder möglichen und unmöglichen Ecke nach, bis man endlich fassungslos vor dem Loch im Zaun steht, durch das es sich buchstäblich durchgefressen hat! ...

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Der
Wasserkocher

Ich habe zur Zeit einen, was das leibliche Wohl angeht, ziemlich unkomfortablen Arbeitsplatz. Essen und Getränke muß man sich frühzeitig noch vor Arbeitsbeginn besorgen, da ich in meiner Schicht immer alleine bin, den Laden nicht verlassen darf und somit niemanden bitten kann, mir schnell einen Kaffee zu holen. Jetzt brauche ich aber spätestens gegen 15:00 Uhr meinen Wachmacher-Kaffee, um mich über meinen All-Nachmittäglichen Hänger herüber zu retten. Außerdem gestaltet sich so ein Arbeitstag viel angenehmer, wenn man sich ab und zu was Warmes über den Gaumen laufen lassen kann. Also habe ich mir einen kleinen Wasserkocher besorgt, ...

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Ein schwieriges
Unterfangen

Da wohne ich jetzt schon fast vier Jahre auf Mallorca und habe es bis jetzt ganze drei ein halb mal ins Meer geschafft. Im Sommer, in der Saison, hat man immer so viel zu tun, dass entspannt am Strand zu liegen einfach nicht drin ist. Und wenn man mal frei hat, hat man wenig Lust ins Auto zu steigen und zum nächsten überfüllten Strand zu fahren, um sich zwischen den wie Sardinen aufgereihten Sonnenanbetern einzureihen. Aber jetzt hab ich keine Ausrede mehr. Seit neuestem wohne ich keine fünfzig Meter vom Strand entfernt. Ich muss nur über die Straße gehen.
Da ich heute erst zur Spätschicht im Laden antanzen muss, habe ich gestern Abend ganz spontan beschlossen, dass heute der Tag ist, an dem ich im Meer schwimmen gehen werde. ...

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Leben mit
Neurodermitis

Als ich ca. zwei Jahre alt war, traten bei mir diese juckenden Hautveränderungen das erste Mal auf. Pünktlich zur Geburt meiner kleinen Schwester. Damals konnte sich niemand diese juckenden und nässenden kleinen Pusteln erklären und so riet der Kinderarzt meiner Mutter, sie solle mich mit Penaten Creme einschmieren. Natürlich brachte das keinerlei Besserung und ich trieb meine Eltern mit nächtlichen Brüllattacken zum Wahnsinn, weil es einfach nicht aufhören wollte zu jucken. Ich kratzte mich Nacht für Nacht blutig. Die Schübe kamen und gingen und niemand erkannte lange Zeit den Zusammenhang zwischen Stress und Hautveränderung. ...

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Schleudertraining


Eines Nachts, im tiefsten, dunklen, verschneiten Winter lief mal wieder nichts im Fernsehen und mein Mann nahm dies zum Anlass mich vom Sofa zu ziehen mit den Worten: „Komm, Schatz! Ich mach´ jetzt mit dir ein Schleudertraining!“ Ich dachte erst, er macht Witze. Aber es war sein voller Ernst. Wir stiegen in unser kleines, tiefer gelegtes Cabrio und machten uns auf den Weg zum Supermarkt. Der Parkplatz war nicht geschlossen und dick zugeschneit. Prima Voraussetzungen. Wir waren ganz alleine und ungestört und so tauschten wir die Plätze und ich klemmte mich hinters Steuer. ...

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Mein erstes
Auto

Was war ich stolz, als ich meinen Führerschein in der Tasche hatte. Sogar mit Null Fehlerpunkten! Dazu bekam ich dann gleich von meinen Eltern das erste Auto spendiert. Einen uralten SEAT. Er war knallrot, hatte fünf Türen, 85 PS und startete nur mit Choke. Er hatte weder ABS, noch Airbags oder eine Servolenkung. Aber das war egal. Es war mein Auto und ich hätte dieses erwachsene Gefühl, wenn man plötzlich in ein Auto auf der Fahrerseite einsteigt um nichts in der Welt eintauschen wollen. So fuhr ich dann mit meinem kleinen, tückischen Spanier jeden Tag zur Schule. Wurde man vorher auf dem Schulhof kaum beachtet, fiel es nun doch auf, ...

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Von der Depression
über Versicherungen
zum Streben nach Glück

Wenn man den Zahlen auf den unzähligen Seiten im Internet Glauben schenken kann, dann scheint die Depression die neue schleichende Volkskrankheit zu sein. Niemand spricht darüber, aber jeder zweite scheint leicht bis mittelschwer von ihr befallen zu sein. Es gibt sogar Schnelltests, mit denen man rausfinden kann, ob man selbst betroffen ist. Wenn man Aussagen wie: „Ich grüble sehr viel“, „Ich habe Probleme Entscheidungen zu treffen“ oder "Ich leide unter körperlichen Beschwerden wie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen" auf sich beziehen kann, könnte man schon depressiv sein! ...

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Zwangsneurose


Zur Zeit teile ich meinen Arbeitsplatz mit einer Kollegin, die eine grundlegend andere Vorstellung von Ordnung, Sauberkeit, Schnelligkeit und Effizienz hat, als ich. Der Unterschied ist so gravierend, dass ich mir selbst schon die Frage gestellt habe, ob ich nicht vielleicht unter einer Zwangsneurose leiden könnte. Kann ja sein, dass ich mit meinem Sinn für Ordnung und Symmetrie etwas übertreibe, denn meine Verbesserungsvorschläge werden von der Kollegin seit Monaten konsequent überhört.
Wir arbeiten zum Beispiel an einer kleinen Theke, an der einige Dinge ihren festen Platz haben, andere wiederum sind beweglich, werden oft in die Hand genommen und wieder weggelegt. ...

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