Käsepappel ( Malva vulgaris )

Die Käsepappel kennt man auch unter dem Namen Malve, Gänsepappel, Kaskraut, Hasenpappel, Schafkas, Feldmalve, Käslikraut, Roßpappel oder Schwellkraut.
Die kleinblättrige Käsepappel ist nur noch schwer zu finden. Wenn man Glück hat entdeckt man sie an Zäunen, Wegrändern, an alten Mauern und Schutthalden in unmittelbarer Nähe besiedelten Bodens.
Die großblättrige Käsepappel, auch Roßpappel genannt (Malva grandifolia) und andere Abarten findet man in Blumen und Gemüsegärten.
Beide Arten enthalten Schleim- und Gerbstoffe in Blättern, Blüten und Stengeln. Die kleinblättrige Käsepappel hat einen holzigen Wurzelstock und kriecht leicht über den Boden. Ihre Blätter sind lang gestielt und rundlich gezackt. Die kleinen Blüten sind violett bis blassrosa. Die rundliche Frucht ähnelt dem Aussehen nach einem kleinen Käselaibchen. Daher der Name Käsepappel.
Blüten, Blätter und Stengel werden von Juni bis September gesammelt. Da beim Trocknen Schleimstoffe verloren gehen, verwendet man die Käsepappel besser so frisch wie möglich. Trotzdem hat auch die getrocknete Pflanze noch genügend Heilkraft.

Die Käsepappel als kalt angesetzter (wichtig!) Tee verabreicht hilft bei:
-Entzündungen von Schleimhäuten
-Gastritis
-Schleimhautentzündung der Blase, des Magen-Darmkanals und der Mundhöhle
-Geschwüren im Magen und Darm
-Lungenverschleimung
-Bronchialkatarrh
-Husten
-Heiserkeit
-Kehlkopf- und Mandelentzündung
-trockener Mund

Man setzt die Käsepappel im sogenannten Kaltansatz über Nacht an, um die Schleim und Bitterstoffe nicht zu vernichten. Über den Tag verteilt trinkt man bis zu drei Tassen leicht angewärmt.

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