Beinwurz ( Symphytum officinale )


Den Beinwurz kennt man auch unter dem Namen Beinwell, Beinheil, Schwarzwurz, Kuchenkraut oder Wallwurz. (Nicht zu verwechseln mit der spanischen Schwarzwurzel, die nur für den Küchengebrauch bestimmt ist.)
Die Blätter der Heilpflanze laufen spitz zu und fühlen sich sehr rauh an. Die daumendicke Wurzel ist mehrjährig, außen dunkelbraun bis schwarz und innen weiß bis gelblich. Schneidet man sie auf, ist sie innen sehr schleimig und schmierig-fett.

Der Beinwurz wächst auf nassen Wiesen, Feldrainen, in feuchten Gräben, entlang von Gewässern, an Zäunen und auf Schutthalden.
Sie blüht den ganzen Sommer über. Die Wurzeln gräbt man im Frühjahr oder im Herbst aus. Da die Pflanze ein Tiefwurzler ist, braucht man dazu eine Spitzschaufel. Mit bloßen Händen ist da nichts zu machen.
Das frische Kraut sammelt man vor und während der Blütezeit.

Der Beinwurz als Tinktur verwendet hilft bei:
-Rheumatismus
-Gelenkschwellungen
-Wunden
-Verletzungen aller Art
-Quetschungen
-Blutergüssen
-Knochenbrüchen

Beinwurzblätter abgebrüht und als warmer Brei auf gelähmte Glieder gelegt, helfen, wenn die Lähmung durch Überanstrengung, Verrenkung, Verstauchung oder Schlaganfall verursacht wurde.

Warme Breiumschläge helfen außerdem bei:
-Krampfadergeschwüren
-rheumatischen Muskelverdickungen
-Gichtknoten
-Geschwülsten
-Nackenschmerzen
-schmerzenden Amputationsstümpfen
-Beinhautentzündungen

Ein Tee aus den Wurzeln des Beinwurz verabreicht, hilft bei:
-Bronchialkatarrh
-Beschwerden des Verdauungsapparates
-Magenblutungen
-Rippenfellentzündung