Aloe Vera als Heilpflanze

Die Aloe Vera ist ein Liliengewächs, obwohl man sie leicht mit einem schnöden Kaktus verwechseln könnte. Aber sie hat es in sich: Bricht man einen stachelgespickten Stängel ab, quillt ein gelbliches Gel mit enormen Heilkräften hervor. Schmiert man das pure Gel z.B. auf kleine Wunden, heilen sie innerhalb weniger Stunden zu! Es hilft bei Sonnenbrand, Insektenstichen und lindert den Juckreiz. Aloe Vera ist in vielen Kosmetika enthalten. Sie wird als Feuchtigkeitsspender und zum Aufpolstern und Glätten der Haut in Cremes verwendet. Man kann Aloe Vera auch trinken. Als Saft wird sie gerne als Entschlackungsmittel, unterstützend bei einer Diät, verwendet.



Gelbe Flecken im Rasen reparieren

Ist ein gelber Fleck auf dem Rasen entstanden und der Hund war diesmal unschuldig, war wohl der Regen schuld, der sich an dieser Stelle gesammelt hat und dort stehen geblieben ist.
Gras mag keine nassen Füße und stirbt dann kurzerhand, trotzig ab.
Stechen Sie die Grasnarbe aus und legen Sie sie zu Seite.
In das entstandene Loch füllen Sie Erde und Kompost und legen die Grasnarbe wieder auf.
Nach einigen Wochen ist die reparierte Stelle wieder grün.

Ausgetrocknete Pflanzen nicht gleich für tot erklären

Versuchen Sie erst folgende Rettungsmaßnahme, bevor Sie die Pflanze wegwerfen:
Füllen Sie ein Becken mit warmem (nicht heiß!)Wasser und tauchen Sie die komplette Pflanze so lange unter, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
Danach wieder an ihren Platz stellen und das Wasser, das sich nach dreißig Minuten im Untersetzer gesammelt hat, abgießen.
Danach dürfen Sie ihr noch Trost zusprechen und nicht vergessen, sich bei ihr zu entschuldigen, daß Sie sie so lange nicht mehr gegossen haben …

Wie Topfpflanzen im Urlaub nicht verdursten

Sie wollen in den wohlverdienten Urlaub fahren und keiner Ihrer Freunde oder Nachbarn hat sich bereit erklärt, in Ihrer Abwesenheit nach Ihren Pflanzen zu gucken? Macht nichts:
Besorgen Sie sich ein paar Ziegelsteine aus Ton und legen Sie diese in ihre Badewanne.
Füllen Sie die Wanne mit ein paar Litern Wasser.
Die Tonziegel werden sich mit Wasser vollsaugen.
Dann stellen Sie ihre Pflanzen, die sich allerdings auch in einem Tontopf befinden müssen auf die feuchten Ziegelsteine.
Auch der Tontopf wird das Wasser aus den Ziegelsteinen aufnehmen und nach und nach an die Pflanze abgeben.
So halten Ihre grünen Zimmergenossen auch mal ein paar Tage ohne Sie aus.

Schleudertraining

Eines Nachts, im tiefsten, dunklen, verschneiten Winter lief mal wieder nichts im Fernsehen und mein Mann nahm dies zum Anlass mich vom Sofa zu ziehen mit den Worten:
„Komm, Schatz! Ich mach´ jetzt mit dir ein Schleudertraining!“
Ich dachte erst, er macht Witze. Aber es war sein voller Ernst. Wir stiegen in unser kleines, tiefer gelegtes Cabrio und machten uns auf den Weg zum Supermarkt. Der Parkplatz war nicht geschlossen und dick zugeschneit. Prima Voraussetzungen. Wir waren ganz alleine und ungestört und so tauschten wir die Plätze und ich klemmte mich hinters Steuer.
„Und was jetzt?“ fragte ich unsicher.
„Losfahren“, war die Antwort. Also gurkte ich vorsichtig und zaghaft immer im Kreis über den zugeschneiten Parkplatz.
„Schneller!“ kam von rechts. Also stieg ich aufs Gas und hatte Spaß… solange bis mein Mann ohne Vorwarnung die Handbremse anzog.
Das Heck brach aus und der Wagen begann zu schleudern.
„Gegenlenken!“
Das brauchte er mir nicht erst zu sagen, ich war am Kurbeln und legte mich mächtig ins Zeug, denn immer wenn ich dachte, gleich hab ich ihn, haute mir das Heck in die andere Richtung ab. Schließlich verringerte sich die Geschwindigkeit und ich hatte den Wagen wieder unter Kontrolle, ohne irgendwo gegen gebummst zu sein. Ich war schweißnass und etwas zittrig aber stolz wie Oskar.
„Nochmal?“ wollte mein Mann wissen. Logo wollte ich nochmal. Man glaubt es kaum, aber das hat riesig Spaß gemacht. Ich kann das nur jedem empfehlen. Allerdings, wenn kein verlassender Parkplatz in der Nähe ist, würde ich mich dann doch lieber beim ADAC für ein Training anmelden.
Kaum ein halbes Jahr später hat sich der Schleuderkurs bezahlt gemacht:
Ich war bei strömendem Regen auf der Autobahn unterwegs. Ich kannte die Strecke und war zügig unterwegs. Ich wechselte die Autobahn und auf dem Zubringer unterschätzte ich die Enge der Kurve. Ich bremste ab, weil ich zu schnell war. Böser Fehler! Denn sofort merkte ich, wie mir auf der nassen Fahrbahn das Heck ausbrach. Ich nahm augenblicklich den Fuß von der Bremse und konzentrierte mich nur noch aufs Gegenlenken. Ich schaffte es sogar die Spur zu halten und würgte den Wagen schließlich ab. Zeit zum Verschnaufen blieb mir nicht, denn ich stand ja immer noch auf der Autobahn. Ich hatte außerdem riesiges Glück, dass sonst niemand in der Nähe war. Weder vor noch hinter mir. So startete ich mit klopfendem Herzen wieder den Wagen und fuhr im Schneckentempo unversehrt nach Hause.
Egal, wie lange man den Führerschein schon hat und egal, wie viel Routine man über die Jahre bekommen hat. Ab und zu kann so ein kleines Fahrtraining echt nützlich sein, wenn nicht sogar Leben retten. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an meinen Mann, der immer darauf achtet, dass ich im Notfall auch alles alleine schaffe!

Der ADAC und ich

Eines Tages wollte ich mit unserem alten 124-er Mercedes in den nächsten Ort fahren um einzukaufen. In letzter Zeit hatte der Wagen eine lästige Macke entwickelt: er ging manchmal mitten während der Fahrt aus und ließ sich nur schwer wieder starten. Er war deswegen schon ein paar Mal in der Werkstatt, aber immer wenn wir ihn vorführten, lief der Motor vorbildlich und schnurrte wie ein Kätzchen. Also schickte man uns immer wieder unverrichteter Dinge nach Hause, weil ja nichts gefunden wurde. Groß gesucht wurde allerdings auch nicht.
Also war ich an besagtem Tag allein mit dem Wagen unterwegs, um ein paar notwendige Besorgungen zu machen. Ich hoffte inständig, dass ich in keinen Stau geriet und nicht zu lange an irgendwelchen Ampeln anhalten musste. Denn immer, wenn man vom Gas ging, fing der Motor an zu stottern und verendete, wie ein krankes Hühnchen. Das machte er, wie gesagt, nicht immer, aber immer öfter.
Ich hatte es bis in den nächsten Ort geschafft und es war nicht mehr weit, bis zu meinem Ziel, als ich doch noch an einer Ampel halten musste. Ca. 10 Meter vor der Ampel musste ich hinter zwei weiteren Autos stehen bleiben. Der Wagen stand, ging aus und ließ sich nicht mehr starten. Die Ampel wurde wieder grün und ich bekam den Wagen nicht vom Fleck. Hinter mir ging schon das Gehupe los. Jetzt nur nicht nervös werden! Warnblinkanlage an und ganz ruhig versuchen, den Motor wieder zu starten. Es half nichts. Nach vier Mal Schlüssel umdrehen, gab der Wagen nicht mal mehr ein Geräusch von sich. Nach weiteren Fehlversuchen ließ sich nicht mal mehr der Schlüssel bewegen und auch der Automatikschalter klemmte. Es ging nichts mehr. Ende. Ich stand mit meinem Kombi mitten auf der Straße und blockierte die Ampel. So, was jetzt… Ich stieg aus und kramte das Warndreieck aus dem Kofferraum. Ich brachte es einige Meter hinter meinem Wagen in Position, damit die anderen Verkehrsteilnehmer früh genug mitbekamen, dass sie mich auf der Gegenfahrbahn überholen müssen, wenn sie über die Ampel kommen wollen. Klappte auch alles ganz gut. Niemand hupte mehr und der Verkehr floss mehr oder weniger zügig weiter. Allerdings braucht hier keiner zu meinen, dass auch nur irgendjemand angehalten hätte um zu helfen!
Ich stieg wieder ins Auto und wühlte in meiner Tasche nach meinem Handy. Ich hatte es tatsächlich dabei! Und es war sogar aufgeladen! (Ich stamme noch aus der Generation, die weiß, wie eine Telefonzelle ausgesehen hat und ich habe mich nie daran gewöhnt, diese lästige Strahlenschleuder namens „Handy“ ständig mit mir rumzuschleppen.) Fein! Wen rufe ich jetzt an? Mein Mann war geschäftlich außer Landes. Vielleicht meine Eltern? Ob die kommen, um mich abzuschleppen? Aber einen Automatikwagen darf man doch gar nicht abschleppen! Naja, ich kann ja wenigstens mal durch klingeln und Bescheid sagen, was mir passiert ist. Aber es war vergebens. Meine Eltern haben zwar beide ein eigenes Handy. Aber die haben sich noch viel weniger als ich daran gewöhnt die Dinger immer in Reichweite zu haben. Die Teile waren noch nicht mal an. Ich habe zwar eine Nachricht hinterlassen, aber ich bin ziemlich sicher, dass die bis heute nicht abgerufen wurde.
Da saß ich also allein in meinem toten Auto, während der Verkehr um mich herum floss und sich niemand die Mühe machte, mal nach dem Rechten zu fragen. Also schön! Wie geht’s jetzt weiter? Der Wagen muss hier weg. Wer hilft? Na klar! Der ADAC!! Wozu zahlen wir denn seit Jahren brav unseren Beitrag? Wir mussten die Gelben Engel noch nie in Anspruch nehmen. Heute war also der große Tag. Gut, dass ich das Kärtchen mit der Telefonnummer immer im meinem viel zu dicken Portemonnaie mit mir herumschleppe. Mein Mann lacht mich immer aus, weil darin mehr Visitenkärtchen als Geldscheine stecken. ( Und auf die Idee, die Nummern alle in mein Handy zu tippen, bin ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekommen.) Ich wählte also die Nummer des ADAC und war gespannt, was jetzt passieren würde. Es meldete sich sofort eine sehr nette Frauenstimme am anderen Ende. Ich erklärte ihr meine Situation und Position und sie versprach sofort Hilfe. Sie würde gleich einen Wagen zu meinem Standort schicken, der in ca. einer Stunde ankommen würde. So lange sollte ich zu meiner eigenen Sicherheit außerhalb des Fahrzeugs warten. Ich war wenig begeistert, weil es zu allem Überfluss auch noch zu regnen begann. Aber ich befolgte den guten Rat und wartete brav draußen auf dem Bürgersteig in meine dünne Jacke gewickelt. Das konnte ja noch lustig werden. Ich versuchte mich ein wenig vor dem Regen unter dem schmalen Dach eines Schaufensters zu schützen. Und dann passierte so etwas wie ein Wunder: Die Verkäuferin aus der Boutique, vor der ich stand, kam doch tatsächlich raus und fragte, was mir denn passiert sei und ob sie helfen könne und ob sie vielleicht jemanden für mich anrufen soll! Ich schenkte ihr mein strahlendstes Lächeln und erklärte, dass der ADAC bereits unterwegs wäre. Erleichtert wünschte sie mir noch viel Glück und verschwand wieder in ihrem Laden. Nach ziemlich genau einer Stunde kam er dann tatsächlich, der Gelbe Engel. Er parkte sein „Rettermobil“ auf dem Bürgersteig schräg hinter meinem Wagen und … blieb drin sitzen. Vielleicht war er wasserscheu? Es regnete ja immer noch. Mir war das egal, ich war ja schon durchnässt und ich war so froh, ihn zu sehen, dass ich zu seinem Wagen lief, um ihn zu begrüßen. Zögerlich öffnete sich die Fahrertür und ein ziemlich missmutiger und wie sich später herausstellte extrem überheblicher Gelber Engel stieg aus. Meine Hand, die ich ihm entgegenstreckte, übersah er geflissentlich. Er fragte auch nicht nach, wo das Problem mit dem Wagen lag. Vielleicht war er nur schüchtern? Oder er war genervt, dass er so weit von der nächsten Autobahn in die Pampa fahren musste. Was weiß ich. Ich wollte jetzt dass der Kerl mir hilft, den Wagen von der Straße zu kriegen also übersah ich seinen Mangel an guten Manieren und erklärte ihm unaufgefordert, dass der Wagen nicht mehr ansprang, dass der Schlüssel klemmte und dass sich auch der Automatikschalter nicht mehr bewegen ließ. Er ging während ich redete vor mir her, setzte sich ins Auto, ruckelte ein paar Mal am Schalthebel, drehte den Schlüssel, der sich plötzlich wie durch Zauberhand wieder bewegen ließ, im Zündschloss und startete den Wagen! Da stand ich nun mit offenem Mund und kam mir sowas von bescheuert vor!! Du blöde Mistkarre! Wieso springst du jetzt ohne Mucken an! Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf, als ich sah, wie mein Engel die Mundwinkel verzog. Spitze! Was hält der jetzt von mir? Ruft die blöde Blondine doch tatsächlich den ADAC, weil sie zu doof ist, ihren Wagen anzulassen?! Ich lächelte tapfer weiter und gab meiner Verwunderung in blumigen Worten Ausdruck und versicherte nachdrücklich, dass sich bis eben weder Zündschlüssel noch Schalthebel gerührt haben. Er sagte nur, ich solle erst mal den Wagen von der Straße in die nächste ruhige Seitengasse fahren. Also packte ich mit vor Scham hochrotem Kopf mein Warndreieck wieder ein und steuerte den Kombi über die Kreuzung in die nächste Querstraße. Ich hielt am nächsten Bürgersteig an, weil ich den Wagen auf dem kurzen Stück bereits zwei Mal neu starten musste. Mein Engel hielt ebenfalls an und fragte leicht gereizt, warum ich nicht weiterfahren würde. Ich erklärte ihm, dass der Motor immer wieder ausgehen würde und schlug vor, zu versuchen das Auto auf dem öffentlichen Parkplatz gegenüber abzustellen und zu untersuchen. Ich schaffte es auch tatsächlich ihn noch mal anzulassen und ihn auf dem Parkplatz im Schatten eines Baumes abzustellen. Ich stieg aus und öffnete vorsorglich die Motorhaube, denn ich war der irrigen Annahme erlegen, dass mein hilfsbereiter Engel jetzt in seine Trickkiste greifen würde, um dort diverse Diagnosegeräte hervorzuzaubern, mit denen er dann feststellen würde, was meinem alten Kombi denn fehlen würde. Und vielleicht hätte er sogar das passende Ersatzteil dabei, um mein heiliges Blechlein wieder fahrtüchtig zu machen… Ich hab einfach zu viel Phantasie. In der wirklichen Welt passierte nämlich folgendes: Mein schlechtgelaunter Engel warf einen kurzen, leicht angewiderten Blick auf den Motorblock und erklärte mir, was ich denn für ein altes Modell fahren würde und wie anfällig es für dieses und jenes sei und dass da wohl ein neues Auto fällig wäre. Ich traute meinen Ohren nicht! Machte der blöde Westenträger etwa gerade mein Auto schlecht!? Meinen treuen 124-er, der schon ohne Murren ganze Wohnzimmerlandschaften auf seinem Dach kilometerweit transportiert hat? Meinen Sechszylinder, der immer noch mit Leichtigkeit jeden Hausfrauenporsche auf der Bahn versägt?! Meinen geliebten Benz, das meist geklaute Auto der Welt?!!! Ich hatte ernsthafte Schwierigkeiten die Kontrolle über meine Mimik und meine Fäuste zu behalten! Was hätte ich dieser unnützen Person gerne die Milchzähne geputzt! Aber … sowas tut man ja nicht. Mein Superengel machte keinerlei Anstalten, den Motor auch nur anzufassen. Stattdessen empfahl er mir, jetzt nach Hause zu fahren. Er würde vorsichtshalber noch ein Stück hinter mir her fahren. Völlig desillusioniert stieg ich ein und startete den Motor. Ich trat ein paar Mal kräftig aufs Gas und ließ den Motor aufheulen. Dann trat ich vorsichtig den Heimweg an. Immer wenn ich das Gefühl hatte, gleich stirbt er mir wieder ab, trat ich im Leerlauf aufs Gas. Das ging auch eine Weile gut. Im Rückspiegel behielt ich immer den ADAC-Wagen im Auge. Noch war er da. Doch dann ließ er sich immer weiter zurück fallen und bei der nächsten Gelegenheit bog er ab und ward nicht mehr gesehen. Keine Zwei Minuten später ging der Motor wieder aus. Irgendwie schaffte ich es ganz allein nach Hause. Auf dem Weg starb der Wagen noch zwei Mal ab. Immer mitten während der Fahrt. Als ich endlich in die Garage fuhr machte ich drei Kreuzzeichen und hab den Wagen bis zur Rückkehr meines Mannes nicht mehr bewegt. Das war eine Erfahrung, auf die ich gern verzichtet hätte und was den ADAC angeht: ich kann nur hoffen, dass ich an diesem Tag das einzige schwarze Schaf aus der Flotte erwischt habe und dass der Rest der Gelben Engel mit ein bisschen mehr Enthusiasmus an ihre Arbeit geht. Vor allem wenn das nächste Mal eine Frau mutterseelenallein auf der Straße steht und nicht weiter weiß. Ein wenig Zuspruch hätte da schon geholfen auch wenn der Wagen nicht mehr zu retten ist!

Mein erstes Auto

Was war ich stolz, als ich meinen Führerschein in der Tasche hatte. Sogar mit Null Fehlerpunkten! Dazu bekam ich dann gleich von meinen Eltern das erste Auto spendiert. Einen uralten SEAT. Er war knallrot, hatte fünf Türen, 85 PS und startete nur mit Choke. Er hatte weder ABS, noch Airbags oder eine Servolenkung. Aber das war egal. Es war mein Auto und ich hätte dieses erwachsene Gefühl, wenn man plötzlich in ein Auto auf der Fahrerseite einsteigt um nichts in der Welt eintauschen wollen.
So fuhr ich dann mit meinem kleinen, tückischen Spanier jeden Tag zur Schule. Wurde man vorher auf dem Schulhof kaum beachtet, fiel es nun doch auf, dass die blasse Blondine plötzlich mit dem Auto zur Schule kam. Entsprechend groß war der Druck beim Einparken. Man kennt ja die ganzen Sprüche: „Frau am Steuer – Ungeheuer“, oder „Holt die Kinder von der Straße! Schon wieder ´ne Frau mit Führerschein!“ oder „Jetzt muss die Stadt überall Gummibäume pflanzen.“ Dazu kam noch mein blondes Haar und so wurde bald ein Sport daraus, sämtliche Blondinenwitze mit Fahranfängerwitzen zu kombinieren.
Das war über die Massen ärgerlich. Ich wollte auf keinen Fall zu einem Klischee werden. Aber was sollte ich machen?! Ich hatte auf Golf gelernt und war super im Einparken. Ich konnte sogar ziemlich lässig nur mit einer Hand am Lenkrad kurbeln und schwup-wupp, war ich drin in der Parklücke. Natürlich mit beiden Reifen parallel zum Bordstein. Null Problemo! Aber mit dem alten Spanier war nix mehr mit schwupp-wupp und lässig am Lenkrad gedreht. Wie gesagt, das Teil hatte keine Servolenkung und wog knapp eine Tonne. Da war´s aus mit der Lässigkeit. Mir standen jedes Mal beim Einparken die Schweißperlen auf der Stirn. Erstens von der Anstrengung, den schweren Wagen in die richtige Position zu kurbeln und zweitens, weil ich durch die geschlossenen Fenster die komplette Oberstufe lachen hören konnte! Das ging mir dermaßen gegen den Strich, dass ich mir eines Tages den Typen mit der dreckigsten Lache geschnappt habe und ihn einlud, den Wagen für mich zu parken, da er ja ein „Mann“ wäre und somit laut Hörensagen der bessere Fahrer. Da seine Kumpels zusahen, konnte er nicht kneifen und stieg mit breitem Grinsen in mein Auto. Dann war es endlich an mir zu lachen, denn er schaffte es nicht mal den Wagen zu starten, da er keinen Schimmer hatte, was ein Choke ist. Er hielt das Ding für den Zigarettenanzünder…

Wieso werden immer die Anderen schwanger?

Da gibt es dieses Phänomen: Wenn man keine Kinder hat, sich aber dringend eines wünscht, fängt man irgendwann an, überall Schwangere zu sehen. Man fragt sich, wo die plötzlich alle herkommen. Ist vielleicht eine Epidemie ausgebrochen? Ist Schwangerschaft am Ende etwa ansteckend? Und wenn es so ist, wieso bin ausgerechnet ich immun?!
Dann sieht man diesen beneidenswerten Geschöpfen ins Gesicht und bekommt den nächsten Stich versetzt: Das sind alles noch Schulkinder! Jedenfalls die meisten. Die wohnen wahrscheinlich alle noch bei Mami und die freut sich schon unheimlich auf die baldige Mehrbelastung. Eigentlich hatte sie sich heimlich gefreut, dass sie ihr eigenes Kind bald aus dem Gröbsten raus hat und nun kommt sie vom Regen in die Traufe!

Und jetzt geht´s los: Sämtliche negativen Emotionen starten einen Frontalangriff. Man wird gehässig und es ist einem schnurzpiepenhagen, ob man das, was man gerade denkt, laut sagen darf! Wieso ist das Leben, das Schicksal oder meinetwegen auch der „Liebe Gott“ so ungerecht?! Warum dürfen diese frühreifen Früchtchen schwanger werden und man selber nicht?! Was wollen diese kleinen Partymäuschen ihren Kindern beibringen? Vielleicht wie man verhütet? ( Ha, ha! Scherz am Rande) Wieso dürfen die Kinder haben und man selber nicht?! Es liegt doch wohl auf der Hand, dass man selbst die viel, viel bessere Mutter wäre! Gar kein Zweifel!
Man würde alles für sein Kind opfern. Das gemütliche Leben aufgeben um ganz für´s Kind da zu sein. Auf Freizeit und Hobbies verzichten, um sich der Erziehung des Kindes zu widmen. Nachts aufstehen, wenn es schreit, die über Jahre liebevoll eingerichtete Wohnung kindersicher machen, damit auch ja nichts passiert. Alle Steckdosen abdecken, Treppen vergittern und die angesammelten Dekogegenstände einmotten, damit das Kind, wenn es anfängt zu krabbeln und sich überall hochzieht, nichts runter schmeißt und sich womöglich noch verletzt.
Man geht nur noch raus um Lebensmittel, Kinderklamotten und Spielzeug einzukaufen, mit dem Kind spazieren zu gehen oder den Kinderarzt zu konsultieren. Man muss das Kleine impfen lassen, auch wenn man selbst nichts von Impfungen hält. Der Gesetzgeber schreibt einem vor, ab wann man sein Kind zur Schule schicken muss. Und spätestens dann werden all deine Bemühungen, dein Kind zu einem guten Menschen zu erziehen, zunichte gemacht. Wenn man sein Kind in einem Kindergarten abgestellt hat, schon viel früher. Dann kommt es mit Schimpfwörtern, sinnlosem Bastelkram, ansteckenden Krankheiten und Kopfläusen nach Hause und man hat alle Hände voll zu tun, seine kleine, heile Welt wieder zurecht zu rücken.
Und später dann, wenn es in die Pubertät kommt, geht der Spaß erst richtig los. Wenn ich da so an meine Flegeljahre zurückdenke …
Ich glaub´, ich geh´ gleich mal los und besorg mir doch wieder die Pille!

Bärlapp ( Lycopodium clavatum )


Den Bärlapp kennt man auch unter dem Namen Drudenfuß, Gichtmoos, Harnkraut, Hexenkraut, Krampfkraut oder Schlangenmoos.
Die Ranken der moosartigen, immergrünen Pflanze können bis zu zwei Meter lang werden und kriechen mit ihren feinen, dünnen Wurzeln am liebsten über Waldböden dahin. Aus den Ranken  der vierjährigen Pflanze wachsen sieben bis zehn Zentimeter lange Stängelchen, aus denen sich im Sommer gelbliche Kolben entwickeln. Den darin enthaltenen Blütenstaub, auch Bärlappmehl genannt, verwendet man homöopathisch bei wundgescheuerten Hautstellen.Der Bärlapp ist radiumhaltig und man findet ihn in nordseitigen Hochwäldern und Waldrändern ab einer Höhenlage von 600 Metern.
Bei uns steht diese Heilpflanze unter strengem Naturschutz, darum bitte nicht selber pflücken, sondern den Bedarf in der Apotheke decken!

Der Bärlapp als Tee verabreicht hilft gegen:
– Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane
– Gicht
-Hämorrhoiden
-Hodenschmerzen, Hodenverhärtung
-Leberentzündung
-Nierengrießbildung und Nierenkolik
-Rheuma
-Verstopfung