Spaghetti Bolognese

Nein, das ist kein Abnehm-Rezept! Jeder hat doch mal solche Tage, da fühlt man sich richtig schlapp und ausgebrannt und hat dazu auch noch einen holzfällermäßigen Hunger. Anstatt lustlos auf einer rohen Karotte rum zu kauen, kann man sich dann doch lieber mal was richtig leckeres kochen. Eine deftige Bolognese-Soße mit Spaghetti bringt einen garantiert wieder auf die Beine:

Zutaten:

Spaghetti
400-500 g Hackfleisch (halb Rind, halb Schwein)
drei Tomaten
zwei große Möhren
eine Zwiebel
zwei Packungen passierte Tomaten á 400ml
Sahne
Salz
Pfeffer
Zucker
Olivenöl
eventuell einen Gemüse-Brühwürfel

Auf Tomatensoßen liegt unser ganzes Augenmerk und sie müssen immer mit sehr viel Liebe und Geduld gekocht werden. Deswegen ist es auch gar nicht schlimm, wenn wir diesmal nicht, aus Zeitspargründen erst das Wasser für die Spaghetti aufsetzen sondern zuerst mit der Soße beginnen:
Wir fangen mit dem Hackfleisch an. Wer kein Schwein essen möchte, kann natürlich auch reines Rinderhack verwenden. Das ist dann zwar etwas trockener, fällt aber in einer Soße kaum auf. Bei Hackfleisch muss man immer vorsichtig sein. Am besten noch am selben Tag verwenden, an dem man es gekauft hat oder sofort einfrieren. Auf keinen Fall Tage lang im Kühlschrank liegen lassen. Viel zu gefährlich, wegen der Keime, die sich da bilden können.
Das Hackfleisch wird separat zubereitet. In einer Pfanne mit einem Klecks Olivenöl wird es sehr heiß gebraten, bis es braun und etwas knusprig ist. Falls eingefrorenes Hack verwendet wird und es Wasser zieht, das Wasser besser abschöpfen und entsorgen. So wird das Fleisch schneller gar und man verhindert Bauchschmerzen. Niemals halbrohes Hack weiterverarbeiten!
Während das Hackfleisch in der Pfanne vor sich hin brutzelt, geben wir in einen großen Topf einen großzügigen Schluck Olivenöl und lassen es auf mittlerer Flamme heiß werden. Dann werden nacheinander Zwiebeln, Möhren und Tomaten in Würfel geschnitten und im Topf langsam gegart. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Hack soweit ist, zu den anderen Zutaten in den Topf geben und nochmal etwas würzen. Dazu gibt man dann die passierten Tomaten. Alles gut durchrühren und mit einer Prise Zucker abschmecken. Wem die Kreation jetzt immer noch nicht würzig genug ist, kann mit einem Gemüse-Brühwürfel nachhelfen. … muß aber nicht sein.
Jetzt stellen wir die Flamme auf ganz klein und lassen die Soße ein bißchen einkochen. Immer wieder umrühren, damit sie nicht anbrennt. In der Zwischenzeit wird das Nudelwasser aufgesetzt und mit ein wenig Salz und Öl zum Kochen gebracht. Nudeln, wie auf der Packung angegeben, kochen und abschütten, wenn sie soweit sind. Um der eingekochten Soße jetzt noch den letzten Kick und die richtige Farbe zu verleihen, geben wir einen dicken Klecks Sahne dazu und rühren noch einmal alles gut durch.
Nudeln und Soße auf einem tiefen Teller anrichten, Tür abschließen, Handy aus und guten Hunger!

Pflanzliches Mittel gegen Blattläuse selbst gemacht


Wer hat noch keine Bekanntschaft gemacht mit dem Feind der Zimmerpflanze Nummer eins:
der Blattlaus?!
Meistens schleppt man sie bereits aus dem Pflanzenparadies seines Vertrauens vereinzelt mit nach Hause, wo sie sich rasch vermehren und die liebgewonnene, bunte Blumenpracht in kürzester Zeit genussvoll verspachteln. Der größte Feind der Blattlaus ist zwar der Marienkäfer, den man sich dutzendweise sogar online nach Hause bestellen kann, aber, so putzig der kleine Krabbler auch ist, will man den tatsächlich in der Wohnung haben?
Für Gartenpflanzen ist der Marienkäfer eine gute Lösung. Für von Blattläusen befallene Zimmerpflanzen kann man sich ganz einfach selbst einen biologischen Kampfstoff herstellen, ganz ohne Zusatz von chemischen Giftsoffen:
Mit Handschuhen und Schere oder Messer bewaffnen, Weidenkörbchen über den Arm und dann geht’s raus in die Natur, Brennnesseln sammeln. Die vielseitige Heilpflanze ist wirkungsvoller als ihr Ruf. Zu Hause die geernteten Pflanzen in einen Eimer geben, mit Wasser übergießen, so daß alle Pflanzen gut bedeckt sind und ein bis zwei Tage stehen lassen. Das Wasser schwemmt die Wirkstoffe aus der Brennnessel. Danach füllt man den gewonnenen Sud in eine Sprühflasche und besprüht sehr gründlich seine Zierpflanzen damit. Nicht nur von oben, sondern auch unter die Blätter sprühen, denn da sitzen die kleinen, grünen Biester am häufigsten und halten ihre Fressorgien ab. Die Prozedur wiederholt man einige Male, bis keine Laus mehr übrig ist. Ungeduldige, die sich nicht ekeln, können vor dem Sprühen die meisten Läuse auch mit den Fingern vorsichtig von Blättern und Stielen streifen und erbarmungslos zwischen selbigen zerquetschen…

Von der Depression über Versicherungen zum Streben nach Glück

Wenn man den Zahlen auf den unzähligen Seiten im Internet Glauben schenken kann, dann scheint die Depression die neue schleichende Volkskrankheit zu sein. Niemand spricht darüber, aber jeder zweite scheint leicht bis mittelschwer von ihr befallen zu sein. Es gibt sogar Schnelltests, mit denen man rausfinden kann, ob man selbst betroffen ist.

Wenn man Aussagen wie: „Ich grüble sehr viel“, „Ich habe Probleme Entscheidungen zu treffen“ oder „Ich leide unter körperlichen Beschwerden wie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen“ auf sich beziehen kann, könnte man schon depressiv sein! Man hört in den Nachrichten von Prominenten, die sich aufgrund einer Depression (oder wegen Drogen) das Leben genommen haben und fragt sich, wenn die mit all ihrem Erfolg, dem vielen Geld und dem luxuriösen Lebenswandel nicht glücklich waren und depressiv geworden sind, wie soll ich denn da zufrieden bleiben?!
Jetzt kann man wieder Statistiken zu Rate ziehen und stellt fest, dass die Depressionen erst in jüngster Zeit überhandgenommen haben und das unsere Großeltern und die Generationen davor wohl weniger Probleme mit Stimmungstiefs gehabt haben. Woran mag das liegen? Ich wage hier mal eine Theorie:

Unser Lebenswandel hat sich in den letzten hundert Jahren radikal verändert. Alles ist schneller geworden, es gibt keinen Familienverband mehr. Die Alten werden aussortiert und niemand will mehr von ihren Erfahrungen partizipieren oder noch lästiger, sie wieder in die Familie integrieren. Es gibt ja Altenheime.
Wir alle sind nur noch als Einzelkämpfer unterwegs. Selbst in so mancher Ehe läuft ein Wettstreit darüber, wer den meisten beruflichen Erfolg hat und wer das meiste Geld nach Hause bringt. Kinder werden nur noch aus Versehen geboren, weil die Eltern vergessen haben, ihre Teenager rechtzeitig aufzuklären, bevor sie sexuell aktiv wurden, oder man bekommt Kinder, weil es gerade In ist, oder die Nachbarin oder die Schwester auch eines hat. Leider stört es im Alltag und bei der beruflichen Selbstfindung und wird, kaum dass es alleine sitzen kann, in der nächstbesten Kinderkrippe oder bei einer Tagesmutter abgestellt.
Denn der Beruf, bzw. das Geldverdienen verlangt heute die ungeteilte Aufmerksamkeit! Man muss schließlich seine Miete bezahlen. Strom, Wasser, Müllentsorgung, Lebensmittel, alles kostet immer mehr Geld und bald ist eine warme Wohnung mit fließend, warmen Wasser keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern purer Luxus. Auch reicht es nicht mehr, einen Festnetzanschluß zu haben. Nein! Man muss jederzeit mobil erreichbar sein und immer das neueste „Schmierhandy“ besitzen. Alles wird schneller und hektischer. Man muss ständig der Welt posten, wo man gerade ist, was man macht, oder ißt, wen man trifft und ob einem das gefällt. Die Menschen schauen sich nicht mehr um. Egal, wo sie gehen und stehen und manchmal sogar fahren!, sie starren auf ihre kleinen beleuchteten Displays, um ja nichts zu verpassen, was in der digitalen Welt vor sich geht. Willkommen in der Matrix!
Mag sein das jetzt so mancher Leser an dieser Stelle denkt: „Wow! Jetzt ist sie aber weit abgeschweift!“ Nein, nein! Nicht ich bin vom Kurs abgekommen, sondern der allgemeine Lebenswandel. Die heutige Welt erlaubt es einem nicht mehr, mal kurz inne zu halten und zu verschnaufen. Dafür ist einfach keine Zeit. Man muss weitermachen und sich abhetzen, denn man muss alles alleine schaffen. Und da man heute die Aufgaben von mehreren Personen alle allein gewältigen muss, verwundert es nicht, dass sich viele Menschen allein gelassen oder minderwertig fühlen, denn das Pensum ist auf Dauer einfach nicht zu schaffen!

Hier ein kleiner Appell: Ihr müsst innehalten. Bleibt mal kurz stehen und schaut euch um. Das Leben ist ziemlich kurz und wenn ihr nicht ab und zu stehen bleibt und euch umschaut, dann könnt ihr es verpassen!

Ich sage nicht: „Früher war alles besser“, aber vielleicht sollten man sich doch die ein oder andere Tugend aus vergangenen Tagen wieder zu Eigen machen. Um das Leben zu stemmen, braucht man Manpower und eine gut durchdachte Arbeitsaufteilung. Leider funktioniert das alte System heute nicht mehr: der Mann besorgt das Geld und die Frau kümmert sich um Haus und Kinder. (Nein! Umgekehrt klappt das auch nicht!) Denn das Geld, das einer alleine mit einer normalen Tätigkeit verdienen kann, reicht heute schlichtweg nicht mehr, um eine Familie zu ernähren! (Es sei denn man vertickt Waffen oder Drogen) Vielleicht ist das schon der Kern der Sache. Früher waren die Menschen einfach zufriedener, weil jeder im Leben irgendwann seine Aufgabe und seinen Platz gefunden hatte. Man war Ernährer, Vater, Mutter, Großmutter, Großvater, Tante, Onkel, Hausfrau oder Hausmann und damit das Leben rund lief, trug jeder seinen Anteil dazu bei.
Heute kann man sich fünfzig Stunden die Woche den Arsch abschuften und muss trotzdem noch Schulden machen, weil es einfach nicht reicht! Die Angst vorm Versagen ist und bleibt ein ständiger Begleiter.

Alles was man will, ist zu leben. Warum wird einem die bloße Existenz heute so verdammt schwer gemacht?! Kaum erreicht man die Volljährigkeit, stehen die „grauen Herren“ vor der Tür und erklären dir, dass du jetzt mit deinem lächerlichen Lehrlingsgehalt zu allererst in eine Versicherung investieren musst! Die Angst vor dem Leben wird schon sehr früh und systematisch von Regierung, Wirtschaft, der Werbung und den Medien geschürt. Und natürlich reicht eine Versicherung nicht aus! Nein, nein, nein! Ha,ha! Was dachtet ihr denn?! Das komplette Paket muss her: Unfall, Krankheit, Berufsunfähigkeit, das Auto, und nicht zuletzt, das Leben. Alles muss für den Fall der Fälle abgesichert werden. Das kostet ein Vermögen. Nur um allein die blöden Versicherungen jeden Monat zu bedienen ist das halbe Gehalt schon mal weg und der Kühlschrank und der Tank, um überhaupt zur Arbeit zu kommen, sind immer noch leer. Man kann sich auch nicht einfach weigern, in so eine Sekte, wie eine Versicherung zu investieren, weil es ja von Gesetz wegen vorgeschrieben ist! Ade, freie Entscheidung! Dabei denkt niemand daran, dass so eine Versicherung nicht verhindert, dass du krank wirst… sie verhindert auch nicht, dass du einen Unfall hast und sie verhindert auch nicht, dass du stirbst! Was soll mit dem Geld passieren, das viele Geld, das du über Jahre eingezahlt hast, wenn du eines Tages den Löffel abgibst… vererben?! Und wenn du krank wirst, sei dir sicher, dass deine Versicherung vorher in dem schlecht verständlichen Vertrag genau festgelegt hat, für welche Krankheiten sie nicht aufkommen wird! Und dann ist da ja noch die Selbstbeteiligung!
Also wenn allein dieses Thema nicht Grund genug ist, um depressiv zu werden, dann weiß ich auch nicht.

Zu guter Letzt hilft als letzter Ausweg vielleicht doch nur eines: reden! Wenn man nicht darüber reden möchte, was einen traurig macht und man sich nicht mehr erinnern kann, wann man sich zuletzt über etwas gefreut hat, dann redet man halt über Sachen, die einen wütend machen! Vielleicht findet man ja Waffenbrüder und man kann endlich wieder gemeinsam ein Projekt bestreiten oder zusammen gegen etwas kämpfen. Und auch wenn es am Ende nur beim Reden bleibt, hilft es doch, sich endlich wieder verstanden und dazugehörig zu fühlen. Der Mensch ist kein Einzelgänger. Wir sind Rudeltiere und folgen gerne einer vorher streng ausgefochtenen Rangordnung. Und auch die Welt, in der wir leben, schaffen und gestalten wir uns selber. Der größte Fehler ist es, gegebene Umstände, welcher Art auch immer einfach hinzunehmen. Wenn man Lebensumstände, in die man nicht hineinpasst, einfach als unabänderbar hinnimmt, wird man schnell depressiv. Aber es gibt ja noch zwei andere Möglichkeiten: entweder man kämpft dagegen an und ändert endlich etwas oder man weicht der Situation aus und findet irgendwo anders ein Rudel, mit dem man zwar nicht verwandt ist, in das man von der inneren Einstellung her aber besser hinein passt. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Also alle Mann ran an den Amboss! Der Mensch hat ein Recht auf Glück, auch wenn es nicht im deutschen Grundgesetz verankert ist! Also nichts wie hin zum Bundestag, zu den Mädels und Buben mit den herunterhängenden Mundwinkeln und dieses wichtige Grundrecht gleich mal nachtragen lassen, damit wir endlich wieder lernen, nach dem Glück im Leben zu streben!!!

Reis-Gemüse-Pfanne

Dies ist ein sehr schmackhaftes Reisgericht, das trotz Schnippelarbeit relativ schnell gemacht ist.

Zutaten:

zwei Beutel oder 250 g Reis
Hähnchen Geschnetzeltes
drei Scheiben gekochter Schinken
drei große Möhren
eine gelbe Paprika
zwei Stangen Lauch/Porree
Salz
Pfeffer
Öl

Den Reis je nach Gusto entweder im Beutel oder lose nach Packungsanleitung kochen. Einen großen „Schluck“ Öl (am besten Rapsöl – ist gesund und wird sehr heiß ) in einer großen Pfanne erhitzen. Das vorbereitete Hähnchen Geschnetzelte in die Pfanne geben. Den gekochten Schinken in Streifen schneiden und zum Fleisch in die Pfanne geben, die Flamme auf mittlere Hitze runterdrehen. Die Möhren schälen, in Stifte schneiden und mitbraten. Die Paprika ebenfalls in Streifen schneiden und in die Pfanne geben. Zwischendurch immer mal umrühren. Den Lauch putzen und in dünne Ringe schneiden. Besonders dicke Exemplare kann man auch einmal in der Mitte längs schneiden. Ab damit in die Pfanne und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Die Schnippelarbeit sollte bis jetzt ca. 20 Minuten in Anspruch genommen haben. Jetzt ist auch der Reis fertig. Den kann man entweder separat servieren oder zum Fleisch-Gemüse-Gemisch mit in die Pfanne geben und noch ein bisschen mitbraten. Ab auf den Teller damit und guten Hunger!
P.S.: Wem das Gericht so zu trocken ist, kann es etwas mit Ketchup und/oder geriebenem Käse verfeinern.

Wermut ( Artemisia absinthium )

Den Wermut kennt man auch unter dem Namen Absinth, Artenheil, Bitterer Beifuß, Eberreis, Grabkraut, Heilbitter, Magenkraut, Ölde, Schweizertee und Wurmkraut.

Der Wermut ist eine mehrjährige Pflanze und blüht nur im August und September. Die Pflanze wächst strauchförmig und wird zwischen 40 und 60 cm, manchmal aber auch bis zu 1,20 m hoch.

Seine Äste sind stark verzweigt und haben eine grau-grüne Färbung. Das Kraut riecht sehr aromatisch und wird von Aussehen und Wirkung her gerne mal mit dem Beifuß verwechselt.

Man entdeckt den Strauch oft an Felshängen, auf trockenen Grasflächen, an Bach- und Flussufern, auf Weinbergen, Mauern, Burgruinen und an Straßenrändern.
Zur Blütezeit erntet man nur die oberen, zarten Teile der Pflanze. Diese werden dann an einem luftigen Ort getrocknet.

Der Wermut hilft ausgezeichnet bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden. Aufgrund seiner Bitterstoffe regt er zusätzlich den Appetit an.

Wermut als Tee verabreicht hilft bei:

-allgemeine Schwäche
-Appetitlosigkeit
-Blähungen
-Gallebeschwerden
-Magenbeschwerden
-Darmbeschwerden
-Regelbeschwerden
-schmerzhafter Regelblutung
-Verdauungsbeschwerden
-Würmern

Äußerlich angewendet hilft er bei:

-Blutergüssen
-Hautausschlägen
-Rheuma

Wichtig: Nicht in der Schwangerschaft anwenden!



Kartoffelbrei mit Spinat und Spiegelei

Das hier ist wohl mittlerweile ein Klassiker, besonders um seinen kleinen Gemüseverweigerern mal ein bisschen gesunden Spinat unterzujubeln. Man braucht nicht viel und es geht relativ schnell.

Zutaten:

Kartoffeln
Salz
Butter oder Margarine
Milch
Rahmspinat
Eier

Zu allererst lässt man den tiefgekühlten Spinat auf ganz kleiner Flamme zugedeckt warm werden. Zwischendurch immer wieder einen Blick drauf werfen und umrühren, damit er nicht anfängt zu kochen. Währenddessen Kartoffeln schälen, klein schneiden und in einem großen Topf mit Salzwasser kochen. Tipp: Je kleiner man die Kartoffeln würfelt, umso schneller sind sie gar und machen später weniger Mühe beim Stampfen. Wenn die Kartoffeln gar sind, das Wasser abschütten, die Kartoffeln salzen, einen Stich Butter oder Margarine und etwas Milch hinzu geben. Manche Leute fügen noch eine Prise Muskat hinzu um den „erdigen“ Geschmack der Kartoffeln zu überdecken. Allergiker sollten das lieber lassen. Es schmeckt auch so und kein bisschen „erdig“ sondern „kartoffelig“. Dann mit einem Kartoffelstampfer die Mischung zu Brei verarbeiten. Manche Kinder sind da sehr pingelig, wenn da noch das ein oder andere feste Klümpchen im Kartoffelbrei zu finden ist. Also Mühe geben und schön cremig stampfen. Zum Schluss noch das Spiegelei braten und in dieser Reihenfolge auf den Teller geben: Kartoffelbrei, Spinat, Spiegelei.
Guten Hunger!

Spaghetti á la Mama

Dies ist ein Spaghetti – Rezept, für das man nur wenige Zutaten braucht und das trotzdem sättigt und vor allem Kindern sehr gut schmeckt. Es ist noch aus Großmutters Zeiten, hat aber nichts an Aktualität verloren und bis jetzt hat mir jedes meiner Babysitter-Kinder die Töpfe ausgeleckt und danach die Mutter gelöchert, wann ich wieder auf sie aufpassen darf.

Zutaten:

Spaghetti
Salz
Butter oder Margarine
Mehl
Tomatenmark
Gemüse- oder Rinderbrühwürfel
Milch
Eier

Diese Zutaten hat man eigentlich immer im Haus und kann auf sie zurückgreifen, selbst wenn man mal nicht zum Einkaufen gekommen ist. Die Spaghetti werden wie gewohnt in einem großen Topf mit Salzwasser gekocht, bis sie die gewünschte Bißfestigkeit haben. Kleiner Tipp: zu „aldente“ bedeutet quasi noch roh und die Bauchschmerzen sind vorprogrammiert. Nach ca. 8 bis 10 Minuten kann man mal eine Nudel herausfischen und sie in der Mitte durchbeißen. Wenn sie in der Mitte nicht mehr weiß ist, ist sie gut. Die Soße ist nichts weiter als eine Mehlschwitze. Ich mache hier keine Mengenangaben, weil jede Hausfrau die Menge der Soße „frei Schnauze“ bestimmen kann. Zuerst wird ein großzügiger Klecks Butter oder Margarine in einem Topf erhitzt. Ist sie geschmolzen, gibt man das Mehl hinzu. Zwei bis drei großzügig bemessene Esslöffel dürften reichen. Gut mit dem Schneebesen verrühren und keine Angst bekommen, wenn es klumpig wird. Ruhig etwas „prötschen“ lassen damit der Mehlgeschmack verschwindet. Die Flamme etwas herunterdrehen und das Tomatenmark (vorzugsweise aus der Tube) hinzugeben und verrühren. Jetzt ist Vorsicht geboten, damit das Mark nicht anbrennt. Wenn es zu heiß wird, den Topf kurz von der Kochstelle nehmen und etwas Milch dazu kippen und kräftig verrühren. Danach auf kleiner Flamme weiterköcheln. Jetzt verschwinden auch langsam die Klumpen wieder. Mit der Menge der Milch bestimmt man die Konsistenz der Soße. Wer es lieber etwas flüssiger mag, gibt mehr Milch hinzu. Mit ein, zwei Brühwürfeln würzen. So eine Soße auf „Mehlschwitzbasis“ neigt dazu, nachzudicken, wenn sie eine Weile steht. Man kann sie aber mit etwas Wasser oder Milch wieder flüssiger kriegen. Zu guter Letzt kloppen wir noch ein Ei in die Pfanne und brutzeln uns ein Spiegelei als leckere Verzierung. Die meißten Kinder hassen „Glibbereier“ Beim braten also darauf achten, dass kein „Schleim“ mehr auf dem Dotter liegt. Das kann man vorsichtig mit einem Buttermesser abheben. Leicht salzen und fertig!
In dieser Reihenfolge wird serviert: erst die Nudeln auf den Teller, Soße in gewünschter Menge dazu und oben drauf das Spiegelei.

Leben mit Neurodermitis

Als ich ca. zwei Jahre alt war, traten bei mir diese juckenden  Hautveränderungen das erste Mal auf. Pünktlich zur Geburt meiner kleinen Schwester. Damals konnte sich niemand diese juckenden und nässenden kleinen Pusteln erklären und so riet der Kinderarzt meiner Mutter, sie solle mich mit Penaten Creme einschmieren. Natürlich brachte das keinerlei Besserung und ich trieb meine Eltern mit nächtlichen Brüllattacken zum Wahnsinn, weil es einfach nicht aufhören wollte zu jucken. Ich kratzte mich Nacht für Nacht blutig. Die Schübe kamen und gingen und niemand erkannte lange Zeit den Zusammenhang zwischen Stress und Hautveränderung.
Als ich so sieben, acht Jahre alt war, verbrachte ich ein paar Wochen bei meiner Großmutter. Sie bemerkte meine aufgekratzten und rot angeschwollenen Hände, Armbeugen, Kniekehlen und Füße und fackelte nicht lange. Sie rieb mich jeden Abend gründlich mit ihrer eigenen Creme ein, die ihr Apotheker extra für sie zusammengestellt hatte. Denn mit Allergien kannte sie sich aus. Wahrscheinlich hat sie sie mir vererbt, denn zu meiner Neurodermitis, die bis zu diesem Zeitpunkt immer noch kein Arzt diagnostiziert hatte, gesellten sich später noch allerlei andere Allergien hinzu. Von Lebensmitteln bis hin zu Farb- und Duftstoffen in Deos, Cremes, Make-up und so weiter. Als mich meine Eltern wieder abholten, war der Ausschlag an Kniekehlen und Füßen restlos verschwunden und kam auch später nie wieder. Nur Hände und Armbeugen machten weiter Ärger. Kurze Zeit später zogen wir nach Südamerika und da machte ein Arzt endlich die richtige Diagnose und verschrieb mir eine cortisonhaltige Creme, die etwas Linderung verschaffte. Aber ganz weg bekam auch diese Creme meine Beschwerden nicht, denn dass diese Krankheit was mit den Nerven zu tun hatte, war immer noch nicht ganz klar geworden. Ich war meine ganze Kindheit lang durch mehr oder weniger gestresst. Alle drei bis vier Jahre lang, mussten wir umziehen, weil mein Vater im auswärtigen Dienst tätig war und das hieß für mich, schon wieder die Neue sein in einer anderen Schule, ständig die zaghaft geknüpften Freundschaftsbande wieder abreißen und neue Leute kennen lernen. Neue Lehrer, neue Sprache, neues Land, neues zu Hause. Ich war oft an Orten an denen ich nicht sein wollte und musste damit klarkommen. Ich war ständig damit beschäftigt, meine Hände zu verstecken, weil sich die Leute ekelten. Ich beneidete Mädchen mit schönen Händen, die Nagellack und Ringe trugen. In der Pubertät kamen zu allem Überfluss auch noch die Pickel dazu und ich konnte sie kaum mit Wässerchen und Cremes bekämpfen, wie meine Altersgenossen, weil ich ja nicht jede Creme vertrug. Selbst Deos waren pures Gift für mich. Es hat jede Menge Zeit und Tränen gekostet, ein hautfreundliches Deo zu finden, das mir nicht die Achseln wegätzte. Ein Arzt machte mir Hoffnung: Er sagte, dass die Neurodermitis im Erwachsenenalter mehr und mehr verschwinden würde und ich sehnte das Ende meiner „Mutation“ herbei. Und tatsächlich verschwand dann irgendwann der hässliche Ausschlag in meinen Armbeugen. Allerdings nur, um kurze Zeit später wieder an den Handgelenken, am Hals und sogar im Gesicht wieder aufzutauchen! Als der Ausschlag zum ersten Mal in meinem Gesicht auftauchte, bekam ich fast Panik. Hände und Arme konnte man verstecken. Aber das Gesicht? Ich verfiel zusehends in Selbstmitleid und der Ausschlag wurde wieder schlimmer. Ich wachte nachts auf, weil ich mich kratzte. Ich hatte zwar jeden Abend meine Hände dick eingecremt und bandagiert aber im Schlaf riss ich sie jedes Mal wieder herunter und wachte mit nässenden und blutenden Händen auf. Irgendwann begann ich sogar Schmerzen dem rasenden Juckreitz vorzuziehen. Nur um mich nicht schon wieder blutig zu kratzen, hielt ich meine Hände unter dampfend-heißes Wasser. Das half eine Weile, war aber natürlich keine Dauerlösung.

Ich fragte mich regelmäßig: Warum ich?! Was habe ich schlimmes verbrochen, um mit dieser Hautkrankheit bestraft zu werden?! Ich wäre wahrscheinlich noch tiefer im Selbstmitleid versunken, hätte ich nicht eines Tages diese Reportage im Fernsehen gesehen. Es wurde von einem Mädchen berichtet, das an einer Erbkrankheit litt. Sie war am ganzen Körper mit Muttermalen übersät, die größer und größer wurden. Sie war einfach voll davon. Sogar im Gesicht! Sie war braun! Braun und warzig. Auf dem Rücken hatte sie einen enormen Buckel. Es war ein riesiges Melanom. Diese Dinger mussten ihr regelmäßig operativ entfernt werden, weil sie immer wieder nachwuchsen und trotzdem hatte sie ihren Humor nicht verloren! Da hat es bei mir „Klick“ gemacht. Dieses Mädchen war noch viel, viel schlimmer dran als ich. Und ich saß hier mit meinem hübschen Gesicht, das nur ab und zu ein bisschen rot und schuppig wurde und mit meinen nässenden Händen, mit denen ich aber wunderbar zeichnen, malen und schreiben konnte und beklagte mein ach so schlimmes Schicksal! Ich hatte Mitleid mit diesem Mädchen aber komischer Weise fühlte ich mich plötzlich besser. Ich haderte nicht mehr mit meinem Schicksal und schaute ein bisschen optimistischer in die Welt.

Trotzdem wurde es eines Tages plötzlich so schlimm, dass ich nicht zur Arbeit gehen konnte. Ich setzte mich bei meinem Hautarzt ins Wartezimmer und habe Unmengen an Taschentüchern verbraucht, um meine Hände trocken zu halten. Ich bekam eine Cortisonspritze. Zum ersten Mal verabreichte man mir eine größere Menge von dem Zeug und in den Tagen danach verbesserte sich mein Hautbild zusehends. Ich freute mich riesig und dachte: Das war der ganze Trick? Eine Spritze und alles ist gut? Warum hab ich all die Jahre so leiden müssen?! Aber natürlich war nicht alles gut. Der Ausschlag kam wieder. Mal mehr, mal weniger schlimm.

Dann lernte ich meinen Mann kennen. Er ekelte sich nicht vor mir. Er liebte mich vom ersten Tag an über alles und legte sich sogar zu mir ins Bett, als ich mit über zwanzig tatsächlich noch die Masern bekam! Er hat viele schlaflose Nächte wach gelegen, die er damit verbracht hat, meine Hände festzuhalten und mir beruhigend über den Rücken zu streicheln. Ich habe davon nie etwas mitbekommen. Aber ich konnte endlich durchschlafen und es ging mir von Tag zu Tag besser. Er hat mir in langen Gesprächen meine Ängste genommen und mir dabei geholfen, den Stress abzubauen. Wir haben gemeinsam herausgefunden, was ich essen darf und was nicht. Ich weiß jetzt, dass ich von rohen Äpfeln und Kartoffeln die Finger lassen muss, dass ich sie aber gekocht ohne Bedenken essen kann. Ich muss um Nüsse einen großen Bogen machen und ganz besonders um Make-up. Für manch andere Frau käme das gleich mit dem Weltuntergang. Aber mein Mann hat mir von Anfang an klar gemacht, dass er mich so liebt, wie ich bin und dass er Make-up und Parfüms so wie so nicht leiden kann und mich sehr gut riechen kann, sogar ohne Deo! Mit zunehmendem Alter habe ich gelernt, Risikolebensmittel und Kosmetika, die die Neurodermitis gerne mal wieder auslösen, zu vermeiden und vor allem viel ruhiger zu werden. Das ist das ganze Geheimnis. In der Ruhe liegt die Kraft. Ich rege mich nicht mehr über alles auf und vermeide Stress. Das hatte zwar zur Folge, dass ich dem regulären Berufsleben den Rücken gekehrt habe und nicht mehr Teil der Gesellschaft da draußen bin, aber das ist mir nur recht. Manchmal kommt das altbekannte Jucken zurück und dann weiß ich, dass ich mich in letzter Zeit wieder zu viel geärgert habe und mich habe stressen lassen. Dann muss die Ursache dieser negativen Emotionen sofort eliminiert werden. Das bedeutet in der Praxis: entweder hat man seine Gefühle fest im Griff oder man entzieht sich der nervenden Situation. Es mag sein, dass ich meinen Mitmenschen manchmal etwas uninteressiert und oberflächlich erscheine. Aber das ist purer Selbstschutz. Denn wenn ich mich zu sehr in unangenehme Situationen hineinsteigere, rächt sich das sofort. Denn am nächsten Tag sind die Pusteln wieder da! Je älter ich werde, umso ruhiger werde ich. Heute erinnern nur noch die vielen kleinen Fältchen, die meine Hände älter aussehen lassen, als sie sind an meine Neurodermitis. Und nur manchmal, bei extrem starkem Pollenflug habe ich wieder mit Allergien zu kämpfen. Aber ich bin ja schon ein alter Hase auf diesem Schlachtfeld und so bringt mich so leicht nichts mehr aus dem seelischen Gleichgewicht. Denn das ist wichtig, um gesund zu werden und sich wieder wohl in seiner Haut zu fühlen. In sich selbst ruhen und mit sich selbst im Reinen sein. Irgendwann bringe ich auch das zur Perfektion. Vielleicht, wenn ich endlich einen Arzt dazu gebracht habe, mir zu bestätigen, dass mich das  ständige Eincremen und Spritzen mit Cortison unfruchtbar gemacht hat…

Mistel ( Viscum album )

Die Mistel kennt man auch unter dem Namen Albranken, Donnerbesen, Drudenfuß, Heiligkreuzholz, Hexenbesen oder, sehr altertümlich, Hexenchrut.
Die Mistel ist ein Schmarotzer und hält sich mit Hilfe von Saugwurzeln auf ihrem Wirt fest. Die immergrüne Pflanze wächst kugelförmig und hat lederartige, gelblich-grüne Blätter. Die Mistel bringt weißliche Beeren hervor, die innen schleimig und klebrig sind.
Man entdeckt den kugeligen Schmarotzer auf Tannen, Kiefern, Eichen, Pappeln, Föhren und Obstbäumen.
Die Misteln die auf Eichen und Pappeln sitzen, gelten als besonders heilkräftig. Man verwendet von der Mistel innerlich nur die Blätter und Stengel. Die Beeren sind giftig! Also Vorsicht damit! Am besten sammelt man die Mistel im März und April, dann hat die Pflanze kaum Beeren und man hat weniger Arbeit damit, die klebrigen Beeren abzupflücken.
Die Mistel beeinflusst den Drüsenhaushalt z.B. auch die Bauchspeicheldrüse positiv und fördert den Stoffwechsel.

Die Mistel als Tee verabreicht hilft bei:
-Arterienverkalkung
-Schlaganfall
-Lungenblutung
-Darmblutung
-Kreislaufstörungen
-hohem und niedrigem Blutdruck
-Schwindelgefühle
-Ohrensausen
-Sehstörungen
-Nachblutungen im Wochenbett
-Angstgefühle
-Atemnot
-Unfruchtbarkeit der Frau



Löwenzahn ( Taraxacum officinale )

Den Löwenzahn kennt man auch unter dem Namen Butterblume, Kettenkraut, Laternenblume, Mönchsblume, Milchstock, Schmalzbleaml oder Wiesenlattich. Kinder kennen die abgeblühte Heilpflanze auch als „Pusteblume“. Jeder kennt den Löwenzahn. Es ist die robuste Pflanze, die Sie immer aus ihrem liebevoll gepflegten Rasen rupfen! Er hat einen dicken Stengel, große, gezackte Blätter, die an Reißzähne erinnern und eine große, gelbe Blüte, mit vielen schlanken Blütenblättern, die ihren Namensgeber wohl an eine Löwenmähne erinnert haben, daher der Name: „Löwenzahn“.
Er blüht im April und Mai auf allen Wiesen und Grasflächen. Die ganze Pflanze von der Wurzel bis zur Blüte ist heilkräftig. Man sammelt die Blätter vor der Blüte und genießt sie als Salat. Die Wurzeln gräbt man im Frühjahr oder Herbst aus und verwendet sie für Tee. Den Stengel genießt man roh.

Eine Handvoll Löwenzahnstengel reinigen den Magen und helfen bei:
-chronischer Leberentzündung
-Zuckerkrankheit
-Abgeschlagenheit und Müdigkeit
-Hautjucken
-Flechten
-Ausschläge
-Gallensteinen

Der Löwenzahn roh genossen oder als Tee getrunken wirkt:
-blutreinigend
-verdauungsfördernd
-schweiß- und harntreibend
-belebend
-blutverdünnend